3 : 1 - die Formel für ein glückliches Leben

September 2014

Spinne! Aber spinne täglich einen Glücksfaden!

„Se non é vero, é ben trovato!“ (Wenn es nicht wahr ist, ist es gut erfunden.) Dieses italienische Sprichwort trifft auf die Geschichte zu, wonach jemand den englischen Schriftsteller und Literatur-Papst Ernest Hemingway - vermutlich um 4 Uhr morgens - zum ultimativen Kurzgeschichten-Wettbewerb herausgefordert hatte. „Er sei zwar ein Meister der Kurzgeschichte“, so der Herausforderer, „aber auch er brächte wohl kaum mit 6 Wörtern eine gute Story zusammen“. Hemingway schrieb daraufhin seine berühmte „very short story“: 

„For Sale: Baby Shoes. Never Worn.“ (Zu verkaufen: Babyschuhe, nie getragen). 

Seither wurde die Idee der 6-Wörter-Geschichte immer wieder aufgegriffen und löste eine Flut an witzigen, traurigen, weisen und skurrilen „Autobiografien“ aus. Inzwischen widmet sich eine eigene Homepage den „my life in 6 words“-storys. Hier eine Auswahl:

 

  • „Nicht ganz, was ich geplant hatte.“
  • „Mein erstes Konzert: Zappa. Erklärt alles.“
  • „Grauer Star. Hab´s nicht kommen gesehen.“
  • „Tschüss, blöder Günther. Jetzt lebe ich!“
  • „Zum Glück weit vom Stamm gefallen.“
  • „Drei Katzen, ich bleibe niemals ungeliebt.“
  • „Freundin ist schwanger, sagte mein Mann.“
  • „Fünfzig Jahre. Gingen ziemlich schnell rum.“
  • „Leben ist eine Serie von beinahe!“
  • „Stiller Typ. Bitte beachtet mich mehr!“
  • „Schwierige Kindheit führte mich zur Weisheit.“
  • „Die eine gefunden, die andere geheiratet.“
  • „Alles ist möglich mit einer Verlängerungsschnur.“
  • „Sie küsste mich und sagte Ja!“
  • „Immer Angst, wie Mutter zu werden.“
  • „Batterien sind billig. Wer braucht Männer?“
  • „Arbeit, Familie, Freizeit. Alles furchtbar langweilig.“
  • „Ich denke, also bin ich einsam.“
  • „Alle sprechen meinen Namen falsch aus.“
  • „Von München nach Hannover gezogen. Dämlich!“
  • „Keine Frau, keine Kinder, keine Probleme.“
  • „Zorniger Mann wird Anwalt. Prozessiert gern.“
  • „Türke? Deutscher? Deutsch-Türke? Weiß nicht.“
  • „Die Nervensägen, sie finden mich immer.“

 

3:1 - die Formel für ein „gutes Leben“

„Joy and woe are woven fine.“ (Freunde und Schmerz sind eng verwoben.“ (William Blake)

Der Psychoanalytiker George Vaillant hat in einer einzigartigen Harvardstudie hunderte Lebenserzählungen destilliert, um einer Antwort auf die Frage näherzukommen: Was ist ein „gutes Leben?“ Sein Resümee: es ist das besondere Mischungsverhältnis von positiven und negativen Gefühlen, von Freude und Schmerz, das letztlich entscheidet, ob ein Leben „gelingt“ und wir uns optimal entfalten können. Das Mischungsverhältnis muss mindestens 3:1 zugunsten der positiven Emotionen betragen... 

Also: können Sie sofort drei positive Erlebnisse des gestrigen Tages aufzählen? 


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