Projektfalle 3: Problem oder Lösung?

Januar 2016

Systemisches Ausmisten im Alltag oder: Vom Loslassen der Probleme!

Ganz einfach gesagt: konzentrieren wie uns auf das Problem oder auf die Lösung? Man muss kein Reiki betreiben, um zu verstehen, wie es sich auswirkt, die negativen oder positiven Gedanken zu stärken. Steve de Shazer, der Begründer des lösungsfokussierten Ansatzes in der Kurzzeittherapie, hat deutlich gemacht, dass die Entstehung eines Problems mit der Entstehung einer Lösung nichts zu tun hat - einfach ausgedrückt. Das Hinterfragen der Ursachen, wie etwas so weit kommen konnte, wer die Schuld trägt, verantwortlich ist etc., hat noch niemanden wirklich glücklich gemacht, oder?

Im Projektalltag ist die Art und Weise, wie wir mit Krisen, Problemen und Hindernissen umgehen, von entscheidender Bedeutung. Im NLP spricht man von 2 Denkrichtungen: WEG VON oder HIN ZU. Die meisten Menschen wissen genau, was sie nicht mehr wollen, was nicht auszuhalten ist, was schlecht läuft… aber wissen sie auch, was sie statt dessen wollen? 

Die folgende Liste zeigt einige Beispiele von problem- und lösungsorientierten Fragen im Alltag auf.

Problemfragen 

Wer war es? ---> Was müssen wir anders machen?
Wie konnte es nur soweit kommen? ---> Was soll in Zukunft anders sein?
Welche Ursache hat das Problem? ---> Welche Chance haben wir?
Warum läuft es nicht wie gewohnt? ---> Was haben wir anders gemacht, als es gut gelaufen ist?
Warum passiert der Fehler immer wieder? ---> Hat das noch nie funktioniert oder was war anders, als es gut lief?
Wieso machen wir das immer noch? ---> Was von dem, was wir heute tun, würden wir heute nicht mehr neu beginnen?

Problemorientierte Fragen sind analysierend und vergangenheitsorientiert. Lösungsfragen sind zukunfts-, verhaltens- und zielorientiert.

Gewohnheit macht den Menschen zum Tier

Wir Menschen haben die Gewohnheit, Verhalten zu wiederholen - egal, ob das Verhalten sich als produktiv oder kontraproduktiv herausgestellt hat. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. 

3 Denk-Aufgaben:

  • Welche Verhaltensweisen will ich nicht mehr wiederholen?
  • Welche Situationen will ich vermeiden? Wie genau?
  • Was von dem, was ich täglich mache, würde ich nicht mehr neu beginnen, wenn ich es nicht ohnehin schon täte?

Das Entdecken dieser „Lost Places“ in uns ist der erste Schritt des Entrümpelns. Es kann natürlich nicht das Ziel sein, sich intensiv einzureden, was man NICHT mehr will, womit man sich NICHT mehr beschäftigen will. Im nächsten Schritt geht es darum, die LOST PLACES neu und sinnvoll zu füllen bzw. zu ersetzen. 

Visionen entstehen durch Träume - und Träume entstehen durch Loslassen.

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