Systemisches Projektmanagement

Oktober 2017

Vom magischen Viereck u.a.

Du stehst dem Begriff „systemisches Projektmanagement“ skeptisch gegenüber? Zu Recht! Gerade hat sich die Welt an den Begriff des „agilen Projektmanagements“ gewöhnt, liest man oft und gerne von Scrum-Teams, haben DesignThinking und Stand-up-Meetings ihren Eingang in die steirische Wirtschaft gefunden und schon kommt etwas Neues. Wozu? Was bringt´s? Was habe ich davon?
Diese drei Fragen sollen hier beantwortet werden.
Frage 1: „Was bringt´s?“
Hast du auch das Gefühl, dass die Zeit der Modelle vorbei ist? Modelle, wie Portfolio-Analysen, wo Stakeholder in Quadranten eingeteilt werden, aus denen sich standarisierte Verfahren der Behandlung ergeben? Wäre schön, wenn das Leben so wäre.
Natürlich suchen wir einfache Lösungen, versuchen die Vielfalt des Lebens in Bereiche einzuteilen, aus denen sich Arbeitspakete entwickeln lassen. Kausale Lösungen für Befindlichkeiten! Jede/r, der/die verheiratet ist, weiß, dass dem nicht so ist. Leben ist Veränderung, ist Improvisation. Leben heißt anpassen und agieren: im System!
Frage 2: „Was ist das Neue daran?“
Die gängigen PM-Methoden wie Prince2, PMI, IPMA etc. haben in den letzten Jahrzehnten gute Instrumentarien für Planung und Controlling von Projekten vermittelt. Woran aber scheitern Projekte? Wirklich an der Planung? Kann ein Controller eine Bauchlandung verhindern?
Ich behaupte einfach mal, dass Projekte weniger an den hard facts scheitern, sondern mehr am Menschlichen. Am erwachsenen Kindergarten! „Ich geb dir XY nicht, weil du mir YX nicht gegeben hast.“ Vergiss das magische Dreieck: der Erfolg eines Projekt wir nicht bestimmt von Leistung/ Zeit und Ressourcen/ Cash - ein Projekt muss verkauft werden (= vom Kunden angenommen werden, von den externen Stakeholder und innerhalb des Unternehmens akzeptiert werden). Lies über das magische Viereck in meinem nächsten Blog.
Frage 3: „Was habe ich persönlich davon?“
Die Frage des Nutzen ist entscheidend. Techniken, Instrumentarien müssen handlungsauslösend sein, sonst sind sie ihr Geld nicht wert. Das ist mein Glaubenssatz. Was bringen Instrumente, mit denen du dein Team oder deine Anforderung systematisch analysieren können, um am Ende festzustellen, dass du dich in der Storming-Phase befindest. Und jetzt? 
Wenn es Techniken gäbe, die dir helfen könnten, für die individuelle Situation, in der du dich befindest, Handlungsoptionen zu entwickeln und konkrete Maßnahmen zu entscheiden, die Sie als am sinnvollsten erachten - wäre das lohnenswert für dich?

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